König Ludwig Bike MarathonUnser Andi Gastl konnte es wiedermal nicht lassen. Hier sein toller Rennbericht zum König Ludwig Bike Marathon 2013.

Auf der Suche nach einem Rennen, das quasi vor der Haustüre stattfindet bin ich auf einen Bike Marathon in Oberammergau, nahe Garmisch, aufmerksam geworden. 55 KM mit vermeindlichen 1750 HM, verteilt auf mehrere Anstiege sollten machbar sein und so stand ich am 7. Juli erstmals in Bayern am Start.

Das Streckenprofil mit den ersten 5 flachen Kilometern sagte es bereits voraus. Es ging brutal zur Sache. Vorne wurde Tempo gebolzt und das Feld zog sich in die Länge. Auf den ersten Anstieg folgte die erste flache Singletrail-Passage im Wald. Schon dort zeichnete sich ab, was später noch heftig werden sollte. Die Regenfälle der letzten Tage hatten den Boden ziemlich aufgeweicht. Stellenweise war es extrem tief und nach solchen Passagen flog der Letten nur so um die Ohren. Dann kam der 2 und längste Anstieg. Der wurde am Ende von einem fast 2 KM langen Steilstück geprägt. Mit 17 – 19 % ging es dort ordentlich zur Sache. Während ein Großteil des Feldes hier schob, bewältigte ich den Aufstieg auf dem Rad, was ich später noch bitter bereuen sollte. Auf den brutalen Anstieg folgte eine herrliche Single-Trail-Passage. In den Kurven war allerdings Vorsicht angesagt. Da wär’s ziemlich weit runtergangen.

Nach einer recht steilen Abfahrt wurde das Ortszentrum durchquert. Sehr lässige Routenwahl. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir noch sicher, dass ich hier zum Wiederholungstäter werde. Nach knapp 40 KM war ich gute 3 Stunden unterwegs und guter Dinge die angepeilte 4 Stunden-Marke zu schaffen. Doch schon im 3 Anstieg musste ich meinem Einsatz in der Steilpassage Tribut zollen. Die Beine waren schon recht ko und ich musste schon 1 – 2 Gänge leichter fahren als zu Beginn des Rennens. Wenigstens ließen mit die bereits zurückgelegten 1500 HM hoffen, dass ich mit einem blauen Auge davonkommen könnte.
Es kam anders. Die Anstiege blieben steil. Immer wieder standen 15 – 16 % auf meinem Tacho und sie schienen auch kein Ende zu nehmen. Die 1750 HM waren schon längst zurückgelegt und es ging immer noch weiter bergauf. Immer wieder dachte ich, dass es jetzt in die letzte Abfahrt geht, aber das hoffen war umsonst. Als die Uhr die magische 4-Stunden-Marke überschritt war ich immer noch im Anstieg. Dann endlich die letzte Abfahrt und schon nach kurzer Abfahrt musste ich feststellen, dass die Abfahrt ein komplett durchgeweichter sausteiler Hohlweg war in dem 5 – 10 cm dicker Schlamm auf die müden Biker wartete. Einen Teil der Abfahrt hab ich geschoben als ich dann auf dem letzten Stück einen Biker vor mir hatte, dachte ich, dass ich mir den noch vor dem Ziel hole. Als versöhnliches Ende quasi. Als wir schon fast im Ort wieder auf Asphalt waren wollte ich vorbeifahren und gerade als der Tacho über die 30 km/h ging kam links der Krampf. Gleich darauf rechts. Ich versuchte kurz die Beine auszuschütteln, aber immer wieder als ich antreten wollte, waren die Krämpfe da. Erst als runterschaltete und mich damit abfand, dass auch diese Genugtuung heute nicht drinnen ist, konnte ich ganz gemütlich ins Ziel rollen.
Fazit: 59 statt 55 KM. Gemeine 1950 statt angekündigten 1750 HM. Knappe 4:30 statt der erhofften 4:00 und dazu noch eine gute Stunde um das Bike wieder vom Schlamm zu befreien.
Sehr gut organisiertes Rennen mit fairem Startgeld. Feine Laben. 2/3 der Strecke super. 1/3 ziemlich zach. Echt bayrische Zielverpflegung mit jeder Menge Paulaner und Fleischkassemmeln. Am Ende möchte ich den großartigen Alban Lakata zitieren:

„Radsport fasziniert — überall auf der Welt. Aber am Ende spielt es eigentlich keine große Rolle wo es passiert. Es endet immer im Schlamm“

Andreas Gastl

Andi Gastl Radstudio Innsbruck

König Ludwig Bikemarathon

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